Stille Post für Bilder: Jede Gruppe sieht nur das Bild, das sie bekommt, beschreibt es und lässt es von einer KI aus den Worten neu zeichnen. Runde für Runde driftet das Bild ab.
So wird gespielt
Die Teilnehmenden arbeiten in Gruppen, jede Gruppe beginnt mit einem Bild. Sie schreiben einen Prompt, der es beschreibt, und ein Bildgenerator erzeugt allein aus diesem Text ein neues Bild, ohne das Bild selbst zu sehen. Das neue Bild geht an die nächste Gruppe, die weder den Prompt noch das Original kennt, nur das Bild vor sich, und die Runde beginnt von vorn. Neben jedem generierten Bild zeigt ein Ähnlichkeitswert von CLIP, wie gut Bild und Worte aus Sicht der Maschine zusammenpassen.
Wo es endet
In jeder Runde gehen Details verloren, und es kommt etwas hinzu, das nie da war. In einer Kette wurde aus einem cremigen Fleischbällchen-Eintopf erst eine gelbe, dann eine orange Suppe; aus sieben Fleischbällchen wurde eines; Kartoffeln, eine Gabel und Schälchen mit Sahne tauchten auf. In einer anderen Kette endete die Außenterrasse eines Eiscafés als Innenhof mit türkisfarbenen Stühlen zwischen Backstein- und Glasbauten. Niemand hat einen Fehler gemacht: Jeder Schritt ist nur jemand, der beschreibt, was er oder sie sieht.
Open Source
Das Spiel ist auch Teil meiner Lehre an der Bauhaus-Universität Weimar. Die Web-App ist Open Source: github.com/aprilcoffee/ai-stille-post.
Termine
27. August 2025 · Café Nimmersatt, Wolfhagen, auf Einladung von Dawid Liftinger, Artist in Residence an der Walter-Lübcke-Schule („Das fliegende Künstlerzimmer“)
Laufend · Lehre an der Bauhaus-Universität Weimar
Anfragen für Workshops und Vorträge richten Sie bitte per E-Mail an mich.